Ein Orbit oder auch eine Umlaufbahn ist eine spezielle Höhe mit einer genauen Geschwindigkeit, auf der ein Satellit, eine Rakete oder ein Mond um ein Objekt kreisen — z. B. die Erde.
Das Prinzip ist wie eine Kanonenkugel von einem Berg abzuschießen. Diese muss schnell genug fliegen, damit sie nicht durch die Gravitation auf den Boden fällt, aber auch nicht zu schnell, damit sie nicht von der Erde wegfliegt. Mit diesem Gleichgewicht der Geschwindigkeiten folgt sie der Erdkrümmung und fliegt damit auf einem Orbit.

Die Erde folgt dem gleichen Prinzip. Sie fliegt schnell genug um die Sonne, damit sie nicht in die Sonne stürzt, aber auch nicht zu schnell, damit sie nicht von der Sonne wegfliegt.
Also warum fliegen Raketen so schnell?
In Erdnähe ist die Gravitation stärker als weiter entfernt. Die Internationale Raumstation fliegt im erdnahen Orbit (LEO — Low Earth Orbit) mit hoher Gravitation. Um das auszugleichen, fliegt sie mit ca. 28.000 km/h — in 90 Minuten einmal um die Erde.
Ein Fernsehsatellit, der immer über einem Land bleibt, fliegt dafür in einem geostationären Orbit (GEO). Dafür benötigt er eine langsamere Geschwindigkeit (ca. 11.000 km/h), damit er in einem Tag die Erde umrundet — also genauso schnell wie sich die Erde um sich selbst dreht.

Zum Mond
Um die Erdanziehungskraft zu verlassen und zum Mond zu fliegen, benötigt es ca. 40.000 km/h — die Fluchtgeschwindigkeit.
Vielen Dank für euer Interesse am Weltraum. Gerne könnt ihr Kommentare mit euren Fragen und Anregungen hinterlassen.